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LAVAUX Dem See entlang nach St-Saphorin

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LavauxWer Weisswein nicht verschmäht, war bestimmt schon mal im Lavaux – zumindest mit dem Gaumen. Mindestens so lohnend ist ein Besuch zu Fuss.

 

Seit 2007 gehören sie offiziell zum kulturellen Erbe der Menschheit: die Weinbauterrassen des Lavaux. Doch nicht erst seit der Aufnahme der Region in die Liste der UNESCO-Stätten sind sie in aller Munde, gehören doch die Weine der Appellationen Epesses, St-Saphorin, Dézaley, Calamin und Lutry zu den beliebtesten der Schweiz. Das zwischen Lausanne und Vevey gelegene Lavaux eignet sich dank Südlage, intensiver Sonneneinstrahlung, steilen Hängen, guten Böden und dem Wärmeausgleich des Genfersees besonders gut für den Weinanbau. Was Zisterziensermönche bereits im 12. Jahrhundert erkannt und «künstliche Terrassen für den Weinbau angelegt haben, da die natürliche Neigung des Hanges keine landwirtschaftliche Nutzung zuliess», wie das Historische Lexikon der Schweiz weiss. In erster Linie wird im Lavaux die Chasselas-Traube (Gutedel) angebaut, aus welcher der traditionelle Waadtländer Weisswein gekeltert wird; daneben findet man aber auch zahlreiche weitere Rebsorten und Spezialitäten.

 

Mittelalterliche Dörfer am Weg

Eine Wanderung durch das Lavaux verspricht aber nicht nur Einblicke in diese uralte Form der Landbewirtschaftung mit ihren Rebstöcken, charakteristischen Terrassierungen und steilen Steinmauern. Sehenswert sind auch die intakten, meist mittelalterlich geprägten Dörfer am Weg, wo man gut und gerne einkehren kann. Und wer das Glück hat, einen Schönwettertag mit herbstlicher Fernsicht zu erwischen, wird sich auch optisch laben können – am grossartigen Blick über den sagenhaft schönen Lac Léman hinweg bis zu den gegenüberliegenden, vielleicht schon überzuckerten Bergen des Chablais, der Walliser und Waadtländer Alpen. Einen besonders runden Abgang erhält die Wanderung, wenn man sie mit einem Bummel durch Lausanne verbindet, dieser äusserst interessanten, angenehmen, mit unzähligen Sehenswürdigkeiten und Museen gesegneten Stadt. Aber auch Vevey, am anderen Ende des Lavaux, kann einen Besuch lohnen und bietet nebst einer charmanten Altstadt mit vielen Prunkbauten auch eine Ikone der klassischen Moderne: das von Architekt Jean Tschumi vor 50 Jahren realisierte, zeitlos elegante Verwaltungsgebäude von Nestlé.

 

Wie auch immer: Hauptsache Wandern. Denn Wandern ist gesund, und Gesundheit heisst auf französisch «à votre santé» – wie der Trinkspruch!



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