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LA VALSAINTE, CERNIAT FR Das klösterliche Reihenhaus

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Die Kartause La Valsainte in Cerniat FR ist die einzige bestehende Kartause in der Schweiz. Derzeit leben rund 20 Priester- und Brüdermönche, die zum grossen Teil aus der deutschsprachigen Schweiz stammen, in der Kartause.

 

La_Valsainte_12/09Sie suchen Gott in der Einsamkeit und verpfl ichten sich zu einem stillen und einsamen Leben hinter Klostermauern. Weniger in einer Gemeinschaft, als vielmehr jeder für sich in seinem eigenen «Reihenhäuschen» mit Garten, Werkstatt, Schlafzimmer und Gebetsraum. Einmal täglich trifft man sich zum gemeinsamen Gebet. Die Versenkung im Gebet und in der Meditation soll zur Seelenruhe führen. Die innere Einsamkeit, zu der das Schweigen führt, ist durchaus gewollt, denn nur in der Stille gelinge es, in sich hinein zu horchen und Gott zu suchen.

 

Vor 707 Jahren gegründet

Die Kartause La Valsainte wurde im Jahre 1295 durch Girard de Corbières, Herr von Charmey, gestiftet. Das in einem abgelegenen Seitental des Greyerzer Landes gelegene Kloster ist eine der bedeutendsten Kartausen des Einsiedlerordens der Kartäuser. Einem Dekret des Heiligen Stuhls folgend, nach welchem eine der beiden Kartausen des Kantons aufgehoben werden müsse, wurde La Valsainte 1778 dem Staat übergeben. Die Mönche zogen zu ihren Mitbrüdern ins nahe La Part- Dieu bei Bulle. Von 1791 bis 1798 wurde La Valsainte von Trappisten bewohnt, die wegen der Französischen Revolution aus Frankreich gefl ohen waren. Von 1818 bis 1824 lebten Redemp toristen in La Valsainte. 1848 wurde im Anschluss an den Sonderbundskrieg La Part-Dieu aufgehoben. 1861 erhielten die Kartäuser die Erlaubnis, wieder in Gemeinschaft zu leben. Sie bezogen La Valsainte erneut, nachdem sie den in privater Hand befi ndlichen Teil zurückgekauft hatten. Zur Aufnahme der 1903 aus Frankreich vertriebenen Kartäuser wurde das Kloster beträchtlich vergrössert. Seit der Aufnahme des regulären Ordenslebens 1863 wurde dieses bis heute nicht mehr unterbrochen. Die Kartause La Valsainte kann, wie alle Klöster des Kartäuserordens, nicht besucht werden.

 

Klostersanierung

Als im Winter 2000 ein Teil der Klostermauer einstürzte, wurde der desolate Zustand des Untergrunds der Kartause erkennbar. Zudem waren an der Südfl anke der La Valsainte irreparable Schäden aufgetreten. 14 der insgesamt 36 Zellen waren in so schlechtem Zustand, dass ihre Restaurierung nicht mehr sinnvoll erschien. Diese zu Anfang des 20. Jahrhunderts südlich der Anlage errichteten Zellen waren seit Jahren unbewohnt und wurden daher abgebrochen. Danach wurde mit fi nanzieller Hilfe eines eigens dazu gegründeten Fördervereins, des Bundes und des Kantons Freiburg der Untergrund saniert und der betroffene Teil der Klosteranlage so umgestaltet, dass die Klosteranlage als Ganzes ihre Einheit zurückerhielt. Im September 2008 waren die Sanierungsarbeiten abgeschlossen.



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