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ADELBODEN BE Über den Gsürweg aufs Albristhorn

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Im letzten Herbst habe ich mir vorgenommen, Adelboden zu umrunden. Nicht einfach unten den Beizen nach durchs Dorf, sondern ganz weit oben durch die steilen Flanken und über die scharfen Grate. Dies hier ist die erste Etappe dieses spektakulären Treks: Von der Tschentenalp über den Gsürweg auf den Furggelipass, dann auf den bekannten Skitourengipfel Albristhorn und schliesslich über das Seewlenhorn und den Laveygrat aufs Hahnenmoos (oder die Sillerenbühl- Bergstation). Einfach, weil es mich interessierte, da ich die Skitourenregion an Albristhorn, Gsür und Wildstrubel sonst nur von den Wintertourenlatten her kenne. Und auch, weil ich schon manch lobende Worte aus einheimischem Munde darüber gehört hatte.

 

Adelboden_7/10

Gewaltige Naturkräfte

Tatsächlich: Die südliche Abdachung von Gsür und Albristhorn mit ihren abschüssigen, stark ausgewaschenen Schieferflanken, durch die der gelegentlich recht ausgesetzte, jedoch fast horizontale Gsürweg vom leicht erreichbaren Schwandfeldspitz her führt, ist atemberaubend. Bei der wunderschön gelegenen Furggialp könnte man steil zur Hornbrügg und dann sanfter über blumige Matten durch den Stiegelschwand, dem anmutigsten der fünf Adelbodner Seitentäler, via «Schärmtannä » – mit lauschigem Hotel-Restaurant! – in den Talboden absteigen, so man möchte. «Mann» möchte aber noch nicht, sondern die 300 Höhenmeter auf den Furggelipass anhängen, der hinüber ins Fermel- und somit ins Lenkertal führt. Und von da noch weiter ansteigend auf unmarkierten, jedoch gut ausgeprägten Wegspuren westwärts auf den fantastischen Aussichtspunkt Albristhorn steigen. Die steinige, von gewaltigen Naturkräften geformte Szenerie ist so einzigartig, dass ich diese Sommerbesteigung jedem Skitourenfahrer, der schon mal da oben war, wärmstens ans Herz legen möchte. Freiburger, Berner und Walliser Alpen, Grand- Combin-Massiv und sogar die weisse Gipfelpyramide des Mont Blanc scheinen nahe. Und besonders eindrücklich bleibt das Auge immer wieder auf den (noch) gletscherbewehrten Nordflanken der drei Strubelgipfel, auf dem weissen Plateau der Plaine Morte und an den Berner Oberländer Riesen Blüemlisalp, Doldenhorn, Altels-Balmhorn, dem Rinderhorn und dem felsigen Lohnermassiv hängen.

 

Steiler Abstieg

Vom Gipfel des Albristhorns führen die Spuren südlich hinunter auf den scharfen Satteligrat zum Seewlenhorn, das man meistens einige Meter auf der Westseite unterhalb der Gratschneide über einen recht guten Bergweg erreicht. Von hier aus ist der Weg nun wieder weiss-rotweiss markiert, und auch die Zahl der Wanderfreunde nimmt damit wieder markant zu. In Stufen führt der Weg nun recht steil hinunter ins Skigebiet am Laveygrat und schliesslich – je nach Tagesziel – auf einem Bergsträsschen zur Bergstation der Sillerenbahn oder aufs Hahnenmoos. Rund um Adelboden zum Ersten, Fortsetzung folgt!



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