BRIENZER ROTHORN BE Rundum Wandergelegenheiten
Das östliche Berner Oberland gehört zusammen mit dem Léman, dem Wallis und der Vierwaldstättersee- Region zu den Wiegen des alpinen Tourismus. Es lockten nicht zuletzt die aussichtsreichen Berge, doch nicht alle Besucher waren bereit, die Mühen eines langen Aufstiegs auf sich zu nehmen. Kaum erstaunlich also, dass mehrere Gipfel schon früh mit Bergbahnen erschlossen wurden. So auch das Brienzer Rothorn. 1892 nahm die kühne Zahnradbahn ihren Betrieb auf. 1914 wurde sie zwar aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt, seit 1931 verkehrt sie aber wieder – und verfügt bis heute über Dampflokomotiven, die zu Stosszeiten mit Dieselloks ergänzt werden.

Schauen und Wandern
Eine Fahrt mit Dampfbetrieb ist denn auch die bekannteste Attraktion am Brienzer Rothorn. Nicht minder interessant jedoch, schönes Wetter vorausgesetzt, ist die Rundsicht vom Gipfel – auf die Berner Alpen ebenso wie aufs Mittelland. Danach lässt sich selbstverständlich per Bahn wieder zum Ausgangspunkt fahren. Aber warum nicht die Wanderschuhe mitnehmen und vom Angebot an Wanderrouten profitieren? Zum Beispiel mit einem Abstieg ins luzernische Sörenberg. Oder mit einer Kretenwanderung zur Bergstation Schönbüel oder zum Brünigpass. Oder, wie wir meinen: mit dem interessanten Abstieg südwärts. Das hat gleich mehrere Vorteile: Man kann der Sonne entgegenwandern, den Blick auf den Brienzersee geniessen, die Berner Alpen vor Augen haben, die vorbeituckernden Lokomotiven bewundern und zuletzt wieder in Brienz stehen. Um allenfalls mit einem Dampfschiff weiterzufahren.