GASTERETAL UND GASTERECHLUSE BE Lieblich und dramatisch
Dass das Gasteretal dermassen intakt erhalten geblieben ist, hat es wohl nicht zuletzt seiner versteckten und isolierten Lage zuhinterst im Berner Oberland zu verdanken. Sogar vom nächstgelegenen Ort Kandersteg aus ist einem der Blick ins Tal verwehrt. Zu eng ist die Chluse, zu hoch gelegen der Talboden. So oder ähnlich haben wohl die meisten Alpentäler vor der Industrialisierung ausgesehen. Lässt man sich mit dem kleinen Bus ins Tal hinein bringen, staunt man ob der gewagten Linienführung der Strasse, welche hoch über dem tosenden Fluss durch die senkrechte Wand führt. Tritt man aus der Enge der Chluse, steht man sprachlos vor einem 700 Meter breiten Talboden. Dicht bewaldet und von der Kander lieblich und kurvenreich durchflossen. Ein vom Gletscher ausgehobeltes U-Tal wie aus dem Lehrbuch. Für Wanderer äusserst bequem ist zudem, dass der Kleinbus bis fast zuhinterst ins Tal fährt und dort einige Restaurants warten, wo man sich für die interessante Tour vom Hochgebirge durch die mächtige Schlucht mit dem Auenwald bis hinunter nach Kandersteg stärken kann.