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KANDERSTEG Klettersteig der Superlative

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KanderstegRund um Kandersteg ziehen sich die Fels- und Eiswände bis auf über 3500 m Höhe. Nur einen Zehntel davon, 350 m, misst die von der Morgensonne beschienene Wand unweit des Nordportals des Lötschbergtunnels, durch die wir hoch wollen. Sie wird schon seit 20 Jahren von Gleitschirmfliegern genutzt, seit Sommer 2005 nun auch von Klettersteiglern. Und sie ist steil. Doch keine Angst, das Nervenflattern muss nicht sein! Denn die Kletterei durch die von Pfeilern und Schluchten gegliederte Mauer, über und durch die der Allmibach in vier Wasserfällen stürzt, erleichtern viel Eisen und Stahl. Immerhin: Der Aufstieg durch die clever angelegte Via ferrata, welche die Senkrechte nicht künstlich sucht, ihr aber auch nicht ausweicht, erfordert etwas Mut, eine gute Kondition und absolute Schwindelfreiheit. Nichts für ängstliche Anfänger also, denn als absoluter Höhepunkt muss über eine luftige Drehleiter ein zehn Meter weit ausladendes Felsdach überwunden werden – eine unglaubliche Passage. Luftiger gehts wirklich nicht!

 

Rauf in die Beiz!

Der Kandersteger Klettersteig gehört mit Sicherheit zu den schönsten und spektakulärsten «Eisenwegen» der Schweiz. Er ist abwechslungsreich angelegt und spielt wunderbar mit der Vertikalen und Horizontalen. Durch seine Stufen und Absätze kann man das Nervenflattern und Herzklopfen immer wieder runterfahren und den strapazierten Unterarmmuskeln eine kleine Pause gönnen. Und auch genial: Am Ziel oben auf der Allmenalp winkt zur Erfrischung eine toll gelegene Bergwirtschaft und für den Rückweg eine Seilbahn, deren Bergstation gleich neben dem Restaurant liegt.


Klettersteigparadies Gemmi

Bei seiner Realisierung haben die Gebrüder Köppel mitgewirkt, die auch für den grandiosen Leukerbadner Klettersteig am Daubenhorn verantwortlich zeichnen. Dieser mit fast 1000 Meter Wandhöhe längste und anspruchvollste Klettersteig der Schweiz auf der anderen Seite des Gemmipasses – auch dessen mutige Weganlage aus dem 18. Jahrhundert ruft heute noch Bewunderung und Schauder hervor – ist noch um zwei Grade schwerer einzustufen. Seit Inbetriebnahme des «Kanderstegers » verfügt die Lötschbergregion nördlich und südlich des Gemmipasses nun also über zwei der grandiosesten und herausfordersten Klettersteige auf Schweizer Boden.



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