TRIFTHÜTTE Nur für Schwindelfreie!
Das erste Trifthüttlein stammt aus dem Jahr 1864 und ist damit, nach der Grünhornhütte, die zweite SAC-Hütte und die erste auf Berner Boden. Sie findet von Anfang an regen Zuspruch und wird in mehreren Schritten auf die heutigen 40 Plätze erweitert. In den 1990er Jahren wird der Zugang über den Triftgletscher immer schwieriger, weil dieser wegschmilzt. Man beobachtet eine spektakuläre Landschaftsveränderung. Dort, wo vorher der Gletscher lag, ist jetzt eine Mulde, die sich mit Schmelzwasser auffüllt und einen See bildet. Gletscherstücke krachen in den See und treiben als Eisberge auf die enge Schlucht zu, durch die sich der Triftbach zwängt.
100 m über der Schlucht
Das ist für den Wanderer zwar faszinierend, doch in der Trifthütte sinken die Gästezahlen. Was soll man tun? Eine Hängebrücke von 102 Meter Spannweite über die Triftschlucht soll Abhilfe schaffen. Im September 2004 wird sie in ein paar Tagen montiert, schon im folgenden Sommer ist sie eine touristische Attraktion. Sie zieht auch Leute an, die mit ungenügendem Schuhwerk beim Zustieg zum Brückenkopf in Schwierigkeiten geraten. Ausserdem stellt sich heraus, dass der luftige Übergang für die starken Sturmwinde hier oben zu leicht ist. Kurzerhand plant man eine neue, noch grössere Hängebrücke mit leichterem Zustieg. 170 Meter lang soll sie sein und schon im Sommer 2009 100 Meter über dem Triftbach schweben. Damit rangiert sie unter den längsten und kühnsten Hängebrücken Europas.