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BLÜEMLISALPHÜTTE Bärentreck, nicht Bärendreck

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BlueemlisalphuetteDer Weg hinauf zum Hohtürli (2778 m) ist Bergwandern in der vollendetsten Form. Dieser Übergang bildet das Dach der Alpenpassroute vom Weisstannental nach Montreux, die später «Hintere Gasse» genannt wurde. Heute wird der Abschnitt von Meiringen bis in die Lenk als «Bärentreck» touristisch vermarktet. Der schmale Weg windet sich am Schluss steil in die Höhe, der Pass – das Hohtürli – ist erreicht. In bloss einer Viertelstunde gelangt man von da hinauf zur Blüemlisalphütte SAC.

 

Zu Suppe und Wurst.Oder mehr.

Wer sich heutzutage hier an den Tisch setzt oder ins Bett legt, kann sich kaum vorstellen, was in den letzten 120 Jahren alles geschehen ist. Die Bergpioniere des 19. Jahrhunderts pflegten in der Frauenbalm unter dem Hohtürli mehr zu biwakieren als zu übernachten. Deshalb nannten sie den primitiven Verschlag etwas prosaisch das Quartierloch. 1875 baute man an dieser Stelle ein Hüttlein, das sieben Bergsteigern Platz bot. Doch es war dort immer feucht und unbequem. 1894 wurde etwas höher, auf dem Hohtürligrat auf 2781 Metern, eine neue Hütte gebaut, die 1905, 1915 und 1923 auf 70 Plätze vergrössert wurde. Auch sie genügte den Ansprüchen immer weniger, und 1947 wurde noch etwas höher, auf 2834 Metern, die dritte Hütte eingeweiht. Und hier steht sie bis heute, immer wieder modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Wir essen Suppe und Wurst. Die Wangen werden von der wohligen Hüttenwärme rot, die Augenlider schwer. Draussen zieht ein Gewitter auf. Wir bleiben hier.



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