WILDSTRUBELHÜTTE Kein Mangel an Energie
1001 Sonnenuntergänge
Seit 1902 ist die Wildstrubelhütte eine Erfolgs- und eine Baugeschichte: Das erste Gebäude, das Rohrbachhaus, hat 18 Plätze. 1927 wird 100 Meter nördlich eine grössere Hütte für 42 Gäste gebaut und 1974/75 das Rohrbachhaus modernisiert. In den Jahren 2004/2005 verlängert die Sektion die Hütte aus dem Jahr 1927 durch einen Anbau in der Längsachse. Dabei gelingt die Verbindung von alter Bausubstanz mit moderner Architektur auf überzeugende Weise. Im Rohrbachhaus befinden sich heute ein Boulderraum, ein Kurslokal und eine Unterkunft für Hunde.
In Sachen Energiehaushalt wegweisend
Das funktioniert so: Alle produzierte Wärme, also die von den Öfen, Herden und Gästen, wird gefasst. Diese warme Luft passiert einen Filter, wird mit frischer Aussenluft vermischt und wieder in die Räume eingeblasen. So können bis zu 90 Prozent der Wärme zurückgewonnen werden. Sind wenige Gäste in der Hütte, Öfen und Herde nicht in Betrieb, kann mit einem elektrischen Brenner Wärme erzeugt werden. An Strom herrscht kein Mangel, weil die Hütte zu den militärischen Anlagen am Weisshorn eine elektrische Nabelschnur hat. Was hier aber ganz urtümlich bleibt, sind die Sonnenuntergänge. Jeden Abend fotografiert sie der Hüttenwart und präsentiert sie auf Wunsch den Gästen an seinem Laptop, und er schwärmt: «Keiner ist wie der andere».