GORGES DE L’AREUSE NE Auf Schoggispuren
Zweimal täglich fährt der TGV vorbei auf seinem eifrigen Hin und Her zwischen Bern und Paris. Doch die Aufregung dauert nur wenige Sekunden, dann legt sich wieder Ruhe über den Bahnhof von Noiraigue. Dass der sich auch prächtig als Ausgangspunkt für gemütliche Wanderungen eignet, liegt aber in erster Linie an seiner abwechslungsreichen Umgebung. Die Rangliste der Wanderziele wird dabei von zwei Sehenswürdigkeiten angeführt: dem Creux-du-Van und den Gorges de l’Areuse. Beide liessen sich zu einem vollen Wandertag kombinieren; aber für einmal nehmen wir es gelassen und spazieren von Noiraigue talwärts, alles der Areuse entlang.
Strom und Schokolade
Wie oft im Jura, wechseln sich tief eingefressene Schluchtabschnitte mit gemächlichen Partien ab. Unterwegs entdecken wir kleine Wasserkraftwerke, die dank dem Gefälle der Areuse elektrischen Strom produzieren – ohne allerdings dem Fluss seinen Wildwassercharakter zu nehmen. Der Weg durch die Schlucht führt uns durch üppige Vegetation bis fast zum Neuenburgersee, genauer: nach Boudry, und wurde seinerzeit von dessen berühmtem Sohn Philippe Suchard mitfinanziert, dem legendären Chocolatier. Dem anderen prominenten Spross von Boudry begegnen wir im Dorf: Dort erinnert eine Tafel an Jean-Paul Marat, dem führenden Kopf und radikalen Kämpfer der Französischen Revolution.