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BELCHENFLUH Bunker mit Aussicht

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Belchenfluh_1011_07Für die ältere Generation ist die Belchenfestung noch ein Begriff. Die Jüngeren schätzen den Berg als familiäres Ausflugsziel und die Jüngsten tummeln sich am liebsten in den alten Schützengräben.

chon auf der Challhöchi fällt die breite Panzersperre auf, die sich vom Ifleter Berg herunterzieht. Auf dem Höhenweg zur Belchenfluh kommen weitere militärische Zeugen hinzu: das General-Wille-Haus auf der linken Seite und die in den Fels gemeisselten Wappen der Grenzbesetzungsregimenter von 1914–18 auf der rechten Seite des Weges. Und auch die Strasse selber ist ein Werk der Soldaten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

 

Vierzig Kilometer Schützengraben

Die Fortsetzung des Höhenweges zur Lauchernfluh birgt neue Überraschungen: Immer wieder tauchen im Wald kleine Betonbunker und tiefe Schützengräben auf. Nicht weniger als vierzig Kilometer lang soll die ursprüngliche Anlage der zickzack-förmigen «Karpatengräben» gewesen sein, die nach dem österreichischen Schutzwallsystem in den Westkarpaten benannt worden ist. Heute sind die Schützengräben ein kleines Paradies für Kinder – aber nicht ganz ungefährlich, denn sie sind über zwei Meter tief und recht unauffällig im Wald angelegt. Eine weitere Attraktion sind die mit Stahlkappen gepanzerten militärischen Beobachtungsposten. Besonders eindrücklich ist der (begehbare) Posten auf der Lauchernfluh, wo man bequem und perfekt getarnt das untere Baselbiet bis zum Schwarzwald überwachen konnte.

 

Wandern im goldenen Herbst

Der Spätherbst ist vielleicht die schönste Jahreszeit für eine Höhenwanderung im östlichen Jura. Wenn in den Alpen bereits der erste Schnee liegt und in den Tälern der Nebel wabert, herrscht auf den Jurahöhen Hochsaison. Noch einmal möchte man vor dem drohenden Wintereinbruch die Novembersonne geniessen, sich an einem trockenen Wiesenbord niederlassen und die Alpengipfel am fernen Horizont aufzählen. Dies ist auf der Belchenfluh gar nicht so einfach, denn die Aussicht reicht vom Säntis bis zum Mont Blanc und schliesst unzählige Gipfel der Ost- und Zentralschweiz und des Berner Oberlands ein. Auch die Hügel des Jurabogens im Westen und im Osten sind kaum alle zu benennen, und schliesslich gilt es noch, die beiden Namensvettern im Schwarzwald und in den Vogesen zu identifizieren. Eine Spätherbstwanderung bietet aber noch einen weiteren Vorteil: Dank dem Laubfall sind die Wälder «transparenter» als im Sommer, sodass man immer wieder überraschende Durchblicke ins Tal erleben kann.



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