.

HOLDERBANK AG Spaziergang mit Murphy, Willy und Amigo

Outdoor-Tipp zum Download

 

HolderbankMurphy ist die verschmuste Wundernase, süss und braun wie Schokolade; Willy sieht aus wie ein Latte Macchiato und ist sooo scheu; und Amigo ist der Chef, den hängt er seinen Lama-Kollegen gegenüber auch immer wieder raus. Aber mit den Kindern sind alle drei total lieb.

 

Holderbank ist ein 800-Seelen- Dorf am nördlichen Rand des Bezirks Lenzburg, ein Ort, in dem Wohnen und Erholung nahe beieinander liegen. Die Gemeinde bietet ein schönes Wanderwegnetz mit Ausblicken ins Mittelland, ins Aare- und ins Schenkenbergertal. Soweit die Werbung. Und diesen Kommentar habe ich im Internet zu Holderbank auch gefunden: «Ein nettes Erlebnis war die Begegnung mit einer familiär anmutenden Gruppe, die uns entgegenkam: An der Spitze führten Kinder drei friedlich dahertrottende Lamas an der Leine.» Ob mit oder ohne Lama im Schlepptau: Das Aargauer Dorf Holderbank, welches vor allem von seiner Zementfabrik her bekannt ist, liegt in einer einzigartigen Auenlandschaft und verfügt über eine tolle Flusslage mit einem idyllischen Damm, auf dem man sich auf kleineren und grösseren Spaziergängen super erholen kann. Und auf diesem trifft man auch regelmässig auf Murphy, Willy und Amigo und ihr jugendliches Gefolge. Uschi Wasers bewegungsfreudige Lamas lieben nämlich das Flanieren dem sanft fliessenden Wasser entlang, ihre jugendlichen Begleiter können dabei die Seele so herrlich baumeln lassen.

 

Auch mit dem Rollstuhl

Die Spaziergänge bietet die «Lama-Mutter» nun schon seit vier Jahren an. In Form von Kindergeburtstagen – inklusive Geburtstagskuchen mit Wunderkerzen, Getränken und einer kleinen Überraschung – und Kafichränzlitouren mit Kuchen. Oder als Dämmerungstour am Abend, auf der die Tiere selbst für die Wegbeleuchtung sorgen. Die Gipfelitour hingegen startet schon bei Tagesanbruch mit frischen Gipfeli und heissem Kaffee. Aber auch für Sonderwünsche hat Uschi Waser ein offenes Ohr und passt das Programm stets den individuellen Bedürfnissen an. Auch mit Behinderten, denn der Aaredamm ist auf weiten Strecken rollstuhlgängig, sodass das Angebot gerne genutzt wird.

 

Spucken und Schlecken

Für die Kinder sind die Lamas ganz klar die Hauptsache. Sie dürfen beim Halftern helfen und die Tiere auf dem Spaziergang auch führen. Die geben der Aare entlang dann auch das gemächliche Tempo vor, und dies normalerweise ohne Spuckattacke. Tun sie das denn wirklich? Sie tun es! Spucken ist nämlich eine Ausdrucksform der Rangordnung innerhalb der Lama-Herde. Auch spuckt die trächtige Stute den Deckhengst weg. Menschen kriegen jedoch nur eins ab, wenn die gutmütigen Tiere sich von ihnen bedroht fühlen oder wenn sie extrem gereizt werden. Sonst kommunizieren Lamas eher durch eine Art Summen, Pfeifen und durch die Körperhaltung von Kopf, Ohren und Schwanz miteinander. Haben sie Hunger, kriegen Murphy, Willy und Amigo Heu. Im Winter ausschliesslich, im Sommer fressen sie natürlich auch Gras von der Wiese. Und lutschen dazu liebend gerne am Leckstein. Das ist ihr Schleckstängel, der liefert ihnen wichtige Mineralsalze. Wer möchte da nicht mit einem Lollipop mit ihnen um die Wette schlecken!

 

Wanderfitzige Kerle

Murphy, Willy und Amigo sind sogenannte Schwielensohler, sie zählen zur Rasse der Classics, und damit gehören sie auch in die Familie der Kamele. Die Geschichte sagt, dass sich aus den nordamerikanischen Urkameliden in Südamerika die Gattung der Neukameliden entwickelt hat, deren Wildformen das Guanako und das Vikunja sind. Domestiziert wurde aus dem Guanako das Lama und aus beiden Wildformen zusammen das Alpaka. Seit rund 20 Jahren sind die 120 bis 140 kg schweren Tiere auch bei uns domestiziert; der heutige Bestand an Lamas und Alpakas liegt aktuell bei etwa 1500 Tieren. In ihrer Heimat in den Hochanden sind sie sich ein raues Klima gewohnt, es ist ihnen im Alpenland Schweiz also durchaus wohl, denn Lamas leiden eher unter der Wärme als unter der Kälte. Bei den Indios sind die sanftmütigen Tiere als willige Lastenträger und als Woll- und Fleischlieferanten beliebt. Ihre genügsame und robuste Art ist auch ihr Vorteil; sie benötigen keinen geschlossenen Stall, ein Unterstand gegen Regen, Wind und Sonne genügt vollauf. Ihren Bewegungsdrang müssen sie jedoch voll ausleben können, dazu gehört beispielsweise ein dauernder Zugang zu einer Weidefläche. Und natürlich viele Spaziergänge der Aare entlang zwischen Holderbank und Wildegg.



.