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SOLOTHURN Mit Schneeschuhen über die erste Jurakette

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Die atemberaubenden Ausblicke auf das Mittelland und auf die Alpenkette gehören bei dieser abwechslungsreichen Schneeschuhtour über den Solothurner Jura zum Festprogramm.

 

Solothurn_12/09Auf den Jurahöhen kann man sich im Hochwinter schon mal wie im kanadischen Norden fühlen. Was auch die Temperatur betrifft, sind doch gegen minus 20 Grad oder noch tiefer keine Seltenheit. Wer dann nach einem frischen Schneefall einen prächtigen Sonnentag erwischt und, wie Heinz und ich, diese Route wählt, empfi ndet den ganzen Tag über einfach nur grosse Freude und Befriedigung. Das leise Knirschen der Zuckerdecke, welche ein butterweiches Gehen erlaubt, die imposanten Höhenzüge der Stall- und der Wandfl ue mit ihren scharf nach Süden abfallenden Wänden und den atemberaubenden Ausblicken, der malerische Blau-Weiss-Kontrast von Himmel und Schneelandschaft und die freundliche Bewirtung am Ziel auf dem Untergrenchenberg machen den Tag ganz einfach zum Gesamtkunstwerk.

 

Frische Spuren im Schnee – mit Bedacht gewählt

Schneeschuhlaufen ist in Sachen Materialaufwand und technische Kenntnisse eine unkomplizierte Sportart, welche sehr gut auch im Familienverband oder in der Gruppe ausgeübt werden kann. Auch von Anfängern. Wer unsicher ist, ob er den Sport weiterverfolgen möchte oder noch nicht weiss, welches Produkt ihm am besten liegt, kann in einem Sportgeschäft auch zuerst einmal ein Paar Schneeschuhe mieten oder sie bei Freunden oder Bekannten ausleihen – die Bindungen sind jeweils vom Schuh unabhängig und müssen nicht verstellt werden. Viele Outdoor- Veranstalter bieten auch Einführungskurse an. Eine adäquate Skibekleidung, ein Rucksack, ein paar Stöcke, und los gehts still und leise durch die tief verschneite Natur, mit dem Weg als Ziel vor Augen – ein Spruch, der auf das Schneeschuhlaufen perfekt zutrifft. Der Jura ist dafür wie geschaffen. Wer Glück hat, wird dabei auch auf die Spuren von Reh und Gämse, Hase und Fuchs stossen. Oder auf die Tiere selbst. Hier ist Zurückhaltung am Platz, denn die Tiere wenden im schneereichen Winter sehr viel Energie für die Futtersuche auf, was sie an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit bringt. Manche Flucht liegt da nicht mehr drin. Damit die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum also nicht allzu sehr gestört werden, sollte man – nicht nur in Wildschutz- und Sperrgebieten – auf den eingetragenen Wanderrouten bleiben und die Tiere auch nicht verfolgen, um sie besser sehen zu können.

 

Sich wie zuhause fühlen – im Untergrenchenberg

Vreni und Ruedi Schneider sind das Ziel dieser Tour. Damit ist aber nicht die Glarner Ex-Skirennfahrerin gemeint, sondern die Wirtin auf dem Untergrenchenberg. Ihre Herzlichkeit ist sprichwörtlich, die Butterzöpfe, Nussgipfel, Cremeschnitten und Fruchtwähen aus der eigenen Küche auch. Aus dem eigenen Stall tischen sie das kräftige Fleisch ihrer Angusrinder auf, vom Hof ihres Sohnes in Vielbringen die Teigwaren. Und wer möchte, geniesst zwischen dem Abschluss der Schneeschuhtour und dem Apéro vor dem feinen Essen die schöne Abendstimmung aus dem holzgeheizten Hot Pot auf der Terrasse – falls dieser nicht gerade tief eingeschneit ist. Unbedingt reservieren!



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