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Photo-Edition: Finsteraarhorn

Finsteraarhorn_3/103/10

Finsteraarhorn

Spezialausgabe

nur im Abonnement erhältlich

 

Photo Edition

«Finsteraarhorn»

 

Wer das Finsteraarhorn mit seiner markant aufragenden Spitze aus dem Mittelland betrachtet, denkt: Besteigung unmöglich! Gerade darum steht der Viertausender auf der Wunschliste jedes Gipfelsammlers ganz weit oben. Toni Kaiser, der Chefredaktor des Wandermagazins SCHWEIZ, hat sich die Tourenski an die Füsse geschnallt und ist auf den höchsten Punkt der Berner Alpen gestiegen.

 

Normalerweise ein Dreitäger

Das Finsteraarhorn ist der höchste Gipfel des Kantons Bern, doch gehört der Berg zu drei Fünfteln zum Wallis. Früher wurde die markante Pyramide wegen ihrer furchteinflössenden Nordostwand und der Farbe des dunklen Gesteins – es handelt sich um Amphibolit, einem Gestein aus Hornblende und Feldspat – auch Schwarzhorn genannt. Der Gipfel ist im Sommer wie im Winter ein begehrtes Tourenziel. Charakteristisch sind seine langen Anmarschwege, welche die Besteigung meistens zu einem Dreitäger machen. Vom Grimselpass und vom Kühboden über den Grossen Aletschgletscher benötigt man für den Zustieg zur Hütte am Südwestfuss des Berges acht Stunden, von Münster im Goms via Bächlilücke und Rotloch gar zehn, alles ernsthafte Gletschertouren. Die meisten Finsteraarhorn-Kandidaten erreichen sie jedoch vom Jungfraujoch her über die Grünhornlücke in 3½ Stunden. Wir hingegen haben den Zustieg über den Fieschersattel und das Hintere Fiescherhorn gewählt und wollen anderntags nach der Besteigung gleich über den sonst sehr zerrissenen Fieschergletscher, der in diesem Frühjahr ausgezeichnet eingeschneit ist, ins Goms abfahren.



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